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Insellauf in Königswinter am 26.01.2020


Am Abend wird der Faule fleißig

Es ist schon ein hartes Schicksal: Zweieinhalb Wochen Ausfall hielten mich vom sonst üblichen ersten Marathonlauf des Jahres im Januar ab. Zweieinhalb Wochen der Inaktivität? Nein, durchaus nicht, die Kaumuskulatur wurde prächtig entwickelt, denn auf unserer Kreuzfahrt durch die Karibik auf der neuen MeinSchiff 1 gab es deutlich mehr als Wasser und Brot zu genießen. Auch sonst so manch anderes Angenehme. Gelaufen wurde natürlich trotzdem, allerdings war das gar nicht so einfach. Die 438 m-Laufbahn, sogar mit Steigung und Gefälle zwischen den Decks 12 und 14 (13 gibt es nicht) - ist klasse und morgens wie abends jeweils zwischen 7 und 9 Uhr den Läufern vorbehalten. Abends ist das reichlich theoretisch, denn es sind einfach zu viele Spaziergänger unterwegs, es nervt nur. Morgens allerdings klappt es prima. Einziger Nachteil: Du mußt früh aufstehen. Daher waren es häufig morgens 5-7 km auf der Bahn und abends nochmals aufs Band für weitere 5 km.
 

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Wenn man dann den WUT mit seinen 65 km und 2.100 HM vor Augen und den letzten ganz langen Lauf Anfang Dezember gemacht hat, ist das geeignet, leichte Panik aufkommen zu lassen. Ein erster 16er am Freitag, gefolgt von den 15 km des Insellaufs sollen die ersten beiden halbwegs vernünftigen Einheiten werden, denen noch etliche dreieinhalb bis vierstündige Trainingsläufe folgen müssen. Mit mehreren Lauftrefflern sind wir vor Ort in Königswinter, genauer gesagt im Stadion unweit des Rheins. Von dort sind sechs km im Schweinsgalopp zur Insel Grafenwerth zurückzulegen, diese dann einen km lang zu umrunden, und den gleichen Weg zurückzulaufen.
 

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Mit 1:12:49 Std. habe ich aus dem Vorjahr eine recht hohe Meßlatte vor Augen, wie im Vorjahr wäre ich mit einer 1:15 heute sehr zufrieden. Das Wetter ist ordentlich, trocken und gar nicht mal so kalt. Optimale Bedingungen also für einen Lauf Ende Januar. Daher gibt es nichts zu meckern, als ich nach 1:15:08 Std. ins Ziel komme und die eigene Vorgabe nicht ganz habe einhalten können. Mehr bzw. weniger war nicht drin, also ist alles gut. Jetzt gilt es, in den kommenden Wochen durch zahlreiche langsame, lange Läufe die Grundlage für ein erfolgreiches Bestehen beim WUT zu legen. Mal schauen, vielleicht baue ich auch kurzfristig noch einen Marathon ein.
 

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Letzte Änderung am Dienstag, 10. März 2020